Roadtrip Teil 3 – Sorrento, Amalfiküste

Die Sorrentische Halbinsel und die Amalfiküste, eine Mischung aus Kultur, Shoppen, guter Gastronomie, Baden und atemberaubenden Landschaften.

Nachdem wir von Capri zurückgekommen sind, haben wir uns noch Sorrento angesehen. Die Stadt besteht aus vielen kleinen Gässchen mit einer tollen Gastronomie. Überall findet man die Zitronen wieder. Die sogenannten Amalfi-Zitronen sind um ein vielfaches Größer als die uns bekannten Zitronen und werden zur Produktion von Limoncello verwendet. Original Limoncello kommt nur aus der Region um Sorrento. Deshalb findet man in der sorrentischen Halbinsel auch so viele Geschäfte, welche Limoncello verkaufen. Die lokalen Traditionen sind die Herstellung von Limoncello, Zitronendesserts, Holzintarsien als auch der fast verschwundenen Stickerei von Stoffen. Allerdings hat Sorrent ein Kleinstadtflair und bietet eine breite Auswahl von Geschäften, die typisch regionale Produkte, italienische als auch internationale Produkte anbieten.

Neben der berühmten lokalen Zitronensorte wächst auch die Sorrent-Tomate in dieser Gegend, die meist mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl für den Caprese-Salat genutzt wird. Im Herbst ist die sorrentiner Walnuss auch über die regionale Grenze sehr beliebt, die neben dem berühmten Limoncello zum Walnusslikör Nocillo verarbeitet wird. Die sorrentiner Halbinsel ist auch stark mit Olivenhainen und Rebpflanzen bewachsen und lokales Olivenöl sowie die meist frischen lokalen Weine werden meist zusammen mit der wohl besten Nudeln Italiens, der Pasta aus Gragnano, in den Spezialitätengeschäften angeboten. In Sorrent gibt es eine breite Auswahl von Restaurants und Trattorien, in denen man die lokalen Produkte probieren kann und die von raffinierten Speisen bis zur neapolitanischen Pizza reichen.

Einstiger Fischerhafen Marina Grande

Am Marina Grande kann man sehr gut baden gehen, allerdings ist es hier auch oft überfüllt. Dafür glänzen die Restaurants mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Hier haben wir unsere beste Cozze alla marinara gegessen, bei einer tollen Aussicht auf das offene Meer. Nicht weit vom Marina Grande befindet sich der Hafen für die Fähre von Sorrento nach Capri.

Ohne ein Hotel zu buchen, einen Roadtrip starten?

Wir hatten uns lange überlegt, ob wir bei unserem Roadtrip die Hotels im Vorhinein buchen sollen oder es auf uns zukommen lassen sollen. Wir haben uns dafür entschieden, dass wir die Hotel aufgrund der Saison im Vorhinein buchen um uns auch die Zeit der Suche während des Roadtrips zu ersparen. Doch für Sorrento hatten wir kein Hotel gebucht, hier wollten wir die Spontanität testen. Nachdem wir uns Sorrento angesehen haben und es langsam Zeit wurde ein Hotel zu finden, haben wir uns auf die Suche gemacht. Es passierte, was passieren musste. Die Hotel waren alle ausgebucht und hatten keine freien Zimmer mehr. Wir hatten auch auf Campingplätzen gefragt und bei Zeltverleih, doch nichts war mehr frei. Gut, im schlimmsten Fall schlafen wir eben im Auto. Um den Kopf wieder frei zu bekommen, sind wir zu der Bucht „Bagni della Regina Giovanna“ gefahren um uns diese anzusehen. Der Weg zu Fuss war nicht so einfach wie gedacht. Es war manchmal ganz schön steil, der Weg ist nicht gut ausgebaut und kurz war er auch nicht. Nach ca. 20 Minuten Fußmarsch sind wir endlich angekommen. Und es hat sich gelohnt. Eine Grotte nur für uns allein. Niemand anderes war da. Klares und warmes Wasser. Ein absolutes Highlight an diesem Tag.

Nachdem wir uns abgekühlt haben und die Ruhe und Schönheit dieser Grotte genossen haben, machten wir uns wieder auf den Rückweg, da wir immer noch auf der Suche nach einem Schlafplatz waren. Da es schon dunkel war und wir hunger bekommen haben, sind wir gleich in das erste Lokal, welches uns entgegenkam. Dieses Lokal hatte 10 Tische im Restaurant und 5 auf der Terrasse. Es war sehr versteckt und anscheinend nur von Italienern besucht, da wir keine Touristen ausmachen konnten und die Kellnerinnen kaum Englisch sprachen. Wir gaben die Bestellung auf und teilten mit, dass wir außerdem noch ein Hotelzimmer benötigen würden. Die Pasta und Pizza mit frischen Meeresfrüchten war genial. Nachdem wir aufgegessen haben, kam die Kellnerin zu uns und teilte mit, dass gegenüber der Straße, dass Hotel noch ein freies Zimmer für uns hat und dies auch gleich reserviert hat. Tatsächlich, gab es auf der gegenüberliegenden Seite ein Hotel, welches sehr unauffällig war. Es hatte den Charme eines in die Jahre gekommenen Luxushotels und hatte eine tolle Aussicht auf das Meer. Die Nacht war gerettet und wir konnten doch noch in einem Bett schlafen, bevor wir uns am nächsten Tag auf den Weg zur Amalfiküste machen.

Amalfi, ein kleines Fischerdorf an der Amalfiküste

Am nächsten Tag machten wir uns schon früh auf dem Weg zur Amalfiküste. Die Küste, welche als Weltkulturerbe der UNESCO zählt, hat im Vergleich zur nördlichen Seite einen Blick eine steilere und unzugänglichere Landschaft, die zu vielen kleinen Siedlungen mit wenigen tausend Einwohnern und den so berühmten traditionellen Terrassenanbau von Wein, Oliven und Zitronen an den Hängen der “Costiera amalfitana” geführt haben. Die Amalfiküste ist über 50 Km lang, sehr kurvenreich und auch eng. Dass ist nicht so schlimm, wie die Italiener, welche rasend entgegenkommen oder von hinten schon drängeln. Doch so nervös wir wegen der Straße und der Geschichten schon waren, so schlimm war es gar nicht. Es war nicht so viel los auf der Straße und es gab nicht so viele brenzlige Momente. Man konnte auch immer wieder an der Seite stehen bleiben um die Aussicht zu genießen oder auch einen frisch gepressten Orangensaft zu trinken. Da man natürlich auf das Autofahren konzentriert ist, kann man die Aussicht nicht so gut wie der Beifahrer genießen. Deshalb ist empfehlenswert in Amalfi eine Rundfahrt mit dem Boot zu machen um die gesamte Schönheit der Amalfiküste zu entdecken. Die Stadt Amalfi befindet sich ungefähr in der Mitte der Strecken. Doch ist auch nicht das einzige Dorf. Die ganze Küste ist von kleinen Dörfern gesäumt. Als wir in Amalfi eintrafen, war die ersten Herausforderung einen Parkplatz zu finden. Amalfi war wohl sehr beliebt, nicht nur von den Autofahrern sondern auch von Booten bzw. Yachten. Wir haben uns Amalfi ein wenig angesehen und uns zwei, drei Espressi gegönnt, während wir dem Treiben am Hafen zusahen. Über Google kann man die Nummer und Name des Schiffes suchen und sieht hier viele interessante Informationen wie Crewgröße, Route, Zeit und Preis des Schiffes. Amalfi ist ein sehr schönes kleines Fischerdorf, welches durch die Touristenströme leider überrannt wird.

 

 

 

 

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